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Ohne Mist geht's auch!
Ausmisten, entrümpeln – darunter verstehen viele vor allem Ballast loswerden – dies kann etwas herrlich Befreiendes sein. Indem man Dinge los wird, die man nicht mehr braucht, gewinnt man nicht nur neuen Platz, sondern auch mehr Übersicht und Klarheit – sei es jetzt in der neuen Wohnung oder im Büro – und mitunter auch in seinem Leben.
Gerade die Situation eines Umzugs stellt eine Möglichkeit dar so richtig Auszumisten, alten Ballast loszuwerden und vergessene Dinge aus seinem “neuen” Leben zu verabschieden.
Gut, es gibt schon den einen oder anderen Gegenstand, von dem man sich nur schwer trennen kann. Vielleicht, weil man ihn von einem lieben Menschen bekommen hat oder aufgrund schöner Erinnerungen, die man damit verbindet. Aber solche Gegenstände sind selten der Grund, die ein Entrümpeln erforderlich machen. Beim Ausmisten geht es mehr darum, dass man sich von überflüssigen Gegenständen trennt.

Kartonix Tipp
Vier-Kisten-Prinzip schafft Ordnung
Wer es nicht schafft, sich von überflüssigen Dingen zu trennen und regelmässig aufzuräumen, der sollte das so genannte Vier-Kisten-Prinzip anwenden.
Entwickelt wurde es von der amerikanischen Erfolgsautorin Sandra Felton.
Die Massnahme ist so einfach wie wirkungsvoll: Stellen Sie vier leere Kisten dort auf, wo Sie aufräumen wollen. Nun wird jeder Gegenstand einer der Kisten zugeordnet.
In eine Kiste kommt alles, was man wegwerfen, in die nächste alles, was man verkaufen oder verschenken kann.
Eine weitere (kleinere) Kiste ist für alle Gegenstände gedacht, bei denen man sich noch nicht entscheiden kann.
Die letzte Kiste umfasst alles, was man behalten möchte.
Und: Für jedes Teil, das man neu kauft, muss ein anderes aussortiert und weggegeben werden.
Gehen wir jetzt einfach mal davon aus, dass Sie Ihr neues zu Hause “clean” haben wollen – in allen Bereichen. Hier eine Anleitung, wie dies am besten zu schaffen ist.
Fixieren Sie einen Termin für Ihren Entrümpelungstag, und zwar schriftlich – also am besten gleich im Kalender eintragen.
Um den inneren Schweinehund ein Schnippchen zu schlagen, setzen Sie auch gleich eine Belohnung für Ihren geschafften Entrümpelungstag fest. Eine Belohnung, über die Sie sich jetzt schon freuen. Das motiviert. Wie wär´s mit einem Tag in einer Therme? Entspannung pur.
Wenn Sie nicht gleich die ganze Wohnung auf den Kopf stellen wollen, machen Sie es in kleinen Schritten, beispielsweise mit einem Zimmer. An einem anderen Tag dann der nächste Raum. Oder in noch kleineren Einheiten: an einem Tag nur einen Schrank. So ist das Ausmisten leichter zu bewältigen. Hauptsache Sie beginnen mit dem Ausmisten.
Etwas, das nicht unbedingt zum Entrümpeln gehört, aber dafür sorgt, dass das Ganze leichter von der Hand geht: Fenster putzen! „Ähhh, Fenster putzen?“, werden Sie jetzt fragen. Ja genau! Das ist so eine „Kopfsache“. Saubere Fenster, mehr Sonne, mehr Licht im Raum - dann will man erst Recht fortsetzen und den Raum entrümpeln.
Lassen Sie dann Ihren Blick durch den Raum schweifen. Wo sind die Unordnungsherde? Welche Gegenstände sind Ihnen lieb, welche stören eher, welche sind überflüssig? Warum sind gerade diese Kisten noch nicht ausgepackt, obwohl sie nun schon ein paar Wochen in Ihrer neuen Wohnung sind?
Dann nehmen Sie sich Einheit für Einheit im Raum vor, z.B. Regal, Schrank, Kästchen etc. Leeren Sie jede Einheit und putzen Sie diese blitzblank. Dann kommt nur mehr jenes hinein, was auch weiterhin dort gebraucht wird.
Nutzloses wird entsorgt. Aber nicht einfach in einem anderen Raum entsorgt. Denn mit Entrümpeln ist nicht Umräumen gemeint.
Fragen Sie sich bei jedem Gegenstand, ob Sie
- ihn jemals wieder brauchen,
- ihn überhaupt schon mal benötigt haben,
- überhaupt gewusst haben, dass Sie ihn haben,
- mittlerweile einen Gegenstand haben, der die gleiche Funktion besser erfüllt,
- ihn wegwerfen können und einen neuen problemlos wiederbeschaffen können,
- ihn länger wie ein Jahr nicht benutzt haben.
Wenn Sie sich bei einem Gegenstand schwer mit dem Entsorgen tun, fragen Sie sich, was genau der Grund für die schwierige Trennung ist. Hier ist auch das 4-Kisten-Prinzip sehr hilfreich – siehe Kasten.
Sammeln Sie alle zu entsorgenden Gegenstände an einem Ort. Solche Gegenstände kommen dann in den Müll oder vielleicht sind sie ja noch für andere nützlich. Dann können Sie diese Dinge verschenken oder verkaufen (eBay, Flohmarkt, Inserat etc.).
- Freuen Sie sich an der neu gewonnenen Ordnung.
- Bevor Sie in Zukunft einen Gegenstand in Ihrer Wohnung ablegen, fragen Sie sich, ob Sie diesen tatsächlich brauchen.
Nach dem Ausmisten werden Sie das gute Gefühl haben, nicht nur mehr Platz und Ordnung im Raum, in Ihrer neuen Wohnung geschaffen zu haben, sondern auch in Ihrem Leben. Und genau dieses Gefühl unterstützt die positiven Seiten eines Umzugs.





