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Glücklicher Wohnen mit Feng-Shui

Wie wir unsere Wohn- und Arbeitsräume gestalten und einrichten, hat einen großen Einfluss auf Wohlbefinden und Gesundheit. In vielen Kulturen der Welt entwickelten sich über die Jahrtausende eigene Formen der Wohnkunst. Sie alle haben das gleiche Ziel: Die Wohnumgebung zu einer Quelle von Harmonie zu machen.

Am bekanntesten wurde bei uns die chinesische Wohnlehre Feng-Shui – wörtlich übersetzt „Wind und Wasser“. Entstanden ist Feng-Shui vor rund 2500 Jahren aus der noch viel älteren indischen Wohnlehre Vastu ("Wissenschaft vom Haus") und erfuhr im japanischen Zen weitere Varianten.

Feng-Shui geht davon aus, dass alles, was uns umgibt, aus Chi besteht, der universellen Lebensenergie. Der freie Fluss dieser unsichtbaren Chi-Energie darf nicht behindert, sondern soll gefördert werden. Chi bewegt sich jedoch nicht gradlinig. Es zirkuliert „tanzend“ wie der Wind (Feng) und wellenförmig wie das Wasser (Shui) durch den Raum. Erst wenn alle Bereiche eines Hauses, einer Wohnung und jedes Raumes auf diese Weise optimal mit Chi versorgt sind, geht es uns gut.

Schlicht und schön – so kann man die östlichen Einrichtungsstile beschreiben, die auch unser westliches Empfinden für Raumästhektik ansprechen. Alle Gegenstände in einem Raum haben dabei ihren notwendigen Platz, das Auge wird nicht mit unnötigem Ballast gestört. Farben, Formen und Materialien werden so eingesetzt, dass ein harmonisches Gefüge entsteht.

Solche Räume strahlen eine angenehme, positive Atmosphäre aus und sollen ihren Bewohnern ein Gefühl von Schutz, Geborgenheit und Stärke geben.

Die fünf Elemente des Feng-Shui

Dem Feng-Shui liegen erprobte, lebenspraktische Konzepte zu Grunde, wie wir unsere Umgebung harmonisch gestalten können. Der philosophische Grundgedanke dabei: Alles ist mit allem verbunden, so dass sich jede Veränderung in einem Teil eines Raumes, der Wohnung oder des Hauses auf das Ganze und auf die Bewohner auswirkt.

Damit lehrt Feng-Shui auch, achtsam mit der Umgebung umzugehen. Die Kunst besteht darin, alle Gegenpole (Ying und Yang) und alle fünf Elemente – Holz, Feuer, Erde, Metall, Wasser – in ein ausgewogenes Verhältnis zueinander zu bringen, damit Chi, die Lebensenergie, fließen kann.

Das hört sich schwerer an, als es ist. Denn die persönliche Umgebung nach Feng-Shui zu gestalten, heisst vor allem, auf die eigene innere Stimme zu hören. Lassen Sie sich also von Ihrem Gespür für Ausgewogenheit leiten.

So entstehen ausgewogene Räume

Wo Dunkles in einem Raum vorherrscht, setzen Sie helle Akzente; eckige Räume brauchen einen Gegenpol durch runde Gegenstände; kantige Möbel werden durch weich fließende Stoffe harmonisiert.

In einer High-Tech-Küche überwiegt oft das Element Metall und kann mit einer Arbeitsplatte, einem Esstisch oder natürlichen Accessoires aus Holz harmonisiert werden. Das Element Feuer wird zum Beispiel durch eine rote Blüte symbolisiert und wird mit einer weißen Blüte (Metall) in einer Wasserschale mit dem Element Wasser in Einklang gebracht.

Ideal ist es, wenn in einem Haus oder in einer Wohnung alle Elemente gleichgewichtig vertreten sind. Überwiegt in einem Raum zum Beispiel das Element Feuer (Polstermöbel, Accessoires oder Wände, Böden in Rottönen), so sollten in anderen Räumen die vier weiteren Elemente stärker zur Geltung kommen.

Für alle Räume wichtig: Voll gestellte und unaufgeräumte Zimmer oder Zimmerbereiche sowie selten oder nie genutzte Räume halten den Fluss des Chi auf. Die Energie muss leicht durch Haus oder Wohnung strömen können. Krimskrams, voll gestopfte Ecken und Flure hindern sie daran. Darum trennen Sie sich von allem, was Sie nicht brauchen, auch in den so genannten Stauräumen und im Keller. Denn „wer loslässt, hat die Hände wieder frei.“

Einige der wichtigsten Rezepte für das Einrichten nach Feng-Shui
  • Im Wohnraum sollte der Sitzbereich nicht direkt auf eine Tür „blicken“, da sonst das Chi, die Lebensenergie, auf geradem Weg entweicht.

  • Der freie Fluss des Chi wird durch dunkle Ecken und Winkel blockiert (zum Beispiel im Flur). Leuchten Sie darum solche Ecken aus und stellen Sie eine oder mehrere Grünpflanzen auf.

  • In den Schlafräumen von Erwachsenen wirkt sich eine sanfte Farbumgebung postiv auf einen erholsamen Schlaf aus. Auch sollten sich so wenig Elektrogeräte wie möglich und keine Spiegel darin befinden. Das Bett sollte nicht zwischen Fenster und Tür plaziert werden, da dort eine „Energie-Autobahn“ entsteht, auf der man keinen erholsamen Schlaf finden kann.

  • Kinder entfalten sich am besten in hellen, freundlichen Räumen (im Süd-Osten des Hauses oder der Wohnung). Eine Studie ergab, dass eine Rosa gestrichene Wand (oder ein rosafarbener Boden) im Kinderzimmer beruhigend auf Kinder wirkt. Der Schreibtisch sollte so stehen, dass das Kind weder mit dem Rücken zur Tür sitzt noch direkt aus dem Fenster schaut.

  • In der Küche sollten Herd und Spüle nicht dicht nebeneinander stehen, denn Wasser löscht das Feuer. Das wirkt sich – nach der chinesischen Lehre – negativ auf den Wohlstand der Familie aus.