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Neuer Garten oder Balkon?

Sie sind gerade frisch umgezogen in ein neues Haus oder in eine Wohnung mit Garten? Dann ist jetzt die richtige Gelegenheit dafür sich eine grüne Oase nach Ihren eigenen Vorstellungen und Wünschen zu planen.

Freuen Sie sich schon jetzt auf geruhsame Sommerstunden im Garten oder befürchten Sie noch die dort bevorstehende Arbeit? Befolgen Sie diese sechs Tipps und verwandeln Sie den Garten in Ihr grünes Wohnzimmer.

Tipp 1: Werden Sie sich über Ihre Wünsche klar!
Treten Sie einen Schritt zurück. Bevor Sie an eine konkrete Pflanze denken, überlegen Sie was wichtig für Sie und Ihre Familie ist. Der Genussgarten mit Obst, Gemüse und Kräutern, der Ziergarten mit Blühpflanzen, die selbst im Winter für Farbenfreude sorgen, oder der Spielgarten mit allem was Kinderherzen höher schlagen lässt? Besprechen Sie dies mit allen Gartennutzern und behalten Sie diesen Wunsch während der gesamten Planungstätigkeit im Hinterkopf – nur so entspricht Ihr Garten Ihren Wünschen!

Tipp 2: Pflanzen Sie eine Verbindung zum Haus!
Stellen Sie sich in Ihrem Garten knapp vor die Haus- oder Terrassentüre, durch die sie in den Garten gehen. Haben Sie links und rechts der Türe bereits Pflanzen, die zumindest kniehoch sind  und so einen Übergang zum Garten schaffen? Denken Sie dabei an einladende Hotels oder noble Juweliere – häufig finden sich dort links und rechts des Portals Buchskugeln, die in große Kübel gepflanzt sind. Sollte diese Fläche in Ihrem Garten groß genug sein so eignen sich auch kleinbleibende Bäume für diesen Bereich, zum Beispiel der Zier-Apfel. Harmonisch wirkt die Pflanzung vor allem dann, wenn Sie links und rechts der Türe die gleichen Pflanzen pflanzen.

Tipp 3: Der Garten lebt von Wiederholungen
Pflanzen Sie gleiche Pflanzen an unterschiedliche Orte in Ihrem Garten. Links und rechts der Türe je ein großer Lavendelbusch, im Rosenbeet findet sich dieser wieder. Und bei der Terrasse, direkt neben dem Grill, steht vielleicht wieder ein Lavendel im Kübel. Das bringt Harmonie, spielen Sie diesen Vorgang öfter durch. Wenn Sie einen Gemüsegarten haben oder anlegen wollen, so säen Sie Mangold aus. Pflanzen Sie die Jungpflanzen in den Gemüsegarten und auch ins Blumenbeet. So wird Ihr Garten stimmig – Wiederholungen bringen Leben in den Garten.

Tipp 4: Schaffen Sie Strukturen: Bodendecker, Stauden, Gehölze
Spielen Sie mit den unterschiedlichen Wuchshöhen. Auch Ihr Wohnzimmer hat eine Decke – sorgen Sie in Ihrem Gartenraum dafür. Eine Kugelrobinie oder ein Kugelahorn bieten ein Blätterdach über jedem Sitzplatz.

Tipp 5: Schlemmen Sie! Pflanzen für jeden Geschmack im Gemüsegarten
Wenn Sie an der Grillparty Ihren eigenen Salat anbieten, selbstgeerntete Zucchini grillen, das Dressing mit den selbst geschnittenen Kräutern verfeinern und in den Bowlegläsern die frisch abgezupften Zitronenverbene-Blätter platzieren möchten, so sollten Sie Ihren Gemüsegarten dementsprechend planen. Um jedem Geschmack gerecht zu werden, braucht der Gemüsegarten neben Kräutern mindestens ein bis zwei Pflanzen aus jeder der folgenden

Kategorien:

  • Wurzelgemüse (Karotten, Radieschen),
  • Stängelgemüse (Stangensellerie),
  • Blattgemüse (Salate, Spinat),
  • Blüten- und Knospengemüse (Kohlgewächse) und
  • Fruchtgemüse (Tomaten).

Ihre Gäste werden staunen!


Tipp 6: Lehnen Sie sich zurück!

Ihr Garten lebt! Freuen Sie sich darüber, wenn hier ein Käfer krabbelt und dort ein Frosch quakt – das ist wahre Schönheit. Stellen Sie einen Liegestuhl auf, setzen Sie sich hinein und lehnen Sie sich zurück, die Wiese kann auch am nächsten Tag gemäht werden.

Haben Sie nun Ihren Garten geplant? Dann sollten Sie jetzt beachten, wann Sie ihre Pflanzen im neuen Garten anlagen.

 

Die richtige Zeit zum Pflanzen

Im Winter ist der Boden meist gefroren, allein deshalb ist die Pflanzung unmöglich. Im  Hochsommer kommen frisch gesetzte Pflanzen, die auch noch nicht ausreichend gut angewurzelt sind, leicht unter Wasser - bzw. Trockenstress (d.h. die Transpiration der Pflanze ist größer als die mögliche Wasseraufnahme) denn die Wurzeln können die junge Pflanze noch nicht ausreichend versorgen. Daher ist auch von einer Sommerpflanzung abzuraten. Die Ausnahme machen dabei Containerpflanzen, also Pflanzen, die bereits im gut durchwurzelten Topf mit Erde erworben werden.

Frühjahr- oder Herbstpflanzung Bei der Gartenplanung sollte man sich, neben dem Zeitpunkt für den Rückschnitt von Pflanzen, auch überlegen, welche Pflanzen wann gesetzt werden. Der Vorteil der Herbstpflanzung liegt darin, dass die Pflanzen so bis zum Winter bereits Wurzeln ausbilden können, und so im Frühjahr schon einen gewissen Entwicklungsvorsprung haben. Hier kommt es natürlich auch auf die Pflanzenart an: Speziell bei Rosen ist es günstig, wenn sie schon im Herbst gepflanzt werden.

Die Frühjahrspflanzung hat einerseits den "psychologischen" Vorteil, dass natürlich besonders im Frühling die Freude auf neue Blumen und Sträuchern groß ist, und man entsprechenden Pflanzen so bis in den Herbst beim Wachsen und Gedeihen zusehen kann.

Für das Frühjahr als idealer Zeitpunkt zum Pflanzen spricht aber auch, dass die Pflanzen so schon eine gewisse "Reife" erreicht haben, ehe sie dem stärksten Winterfrost ausgesetzt sind. Bei der Herbstpflanzung kann dieser mitunter zu früh kommen. Vor allem immergrüne Pflanzen werden besser im Frühjahr angesetzt, das diese ja auch während des Winters assimilieren und Wasser verbrauchen.