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Malzeit!

Soll der Raum eine beruhigende oder energievolle Wirkung ausstrahlen, soll er optisch größer wirken - all diese Faktoren beeinflussen die Auswahl der Farbe  und sollten wohl überlegt werden, bevor Sie zum nächsten Baumarkt schreiten um dort die Farbe zu kaufen.

Farben vermitteln uns starke Sinneserlebnisse. Sie sind in unserer Umwelt allgegenwärtig, rufen starke geistige und emotionale Wirkungen hervor und beeinflussen dadurch unsere Physiologie und Psychologie. Bei der Gestaltung von Räumen sind sie deshalb ein wesentliches Element, da sie entscheidend zur Lebensqualität in unseren vier Wänden beitragen können. Kennt man ihre Wirkung, kann man sie kreativ und individuell bewusst einsetzen.

Harmonieren die Möbel, Vorhänge und sonstigen Gegenstände, die sich noch im Raum befinden, mit der gewünschten Farbe? Definieren Sie, welche Möbel und Wohnasseccoires für Sie besonders wichtig sind und die Sie daher keinesfalls austauschen möchten. Ihre gewünschte Wandfarbe sollte daher jedenfalls mit diesen Asseccoires harmonieren.


Soll der Raum größer oder kleiner wirken?

Farben beeinflussen das optische Erscheinungsbild eines Raumes. Helle Farben an Wand oder Decke lassen einen Raum meist größer erscheinen, während dunkle Farben bewirken, dass der Raum optisch kleiner wirkt. Der Raum wirkt ebenfalls optisch kleiner, wenn die Decken Farbe ein Stück auf die Wand übertragen wird.

Farbmuster
Probieren Sie jedenfalls den gewünschten Farbton auf einem der Wand ähnlichem Material aus um zu sehen, wie die Farbe in natura tatsächlich aussieht. Beachten Sie dabei jedoch, dass die Farbe auf einer kleinen Fläche meist viel blasser wirkt, während sie auf einer großen Fläche sehr viel mehr Intensität ausstrahlt.

Unser Tipp: für Wohnungen mit niederigen RäumenIn Wohnungen mit niederigen Räumen streckt ein Deckenanstrick in kühlen Pastelltönen den Raum optisch in die Höhe.


Unser Tipp: für schlauchartige Zimmer
Schlauchartige Zimmer lassen sich optisch verkürzen, indem man die Seitenwände in einem hellen, kühlen Ton und die Stirnwand in einer dunklen, warmen Farbe. Dadurch wirkt der Raum optisch breiter.

 

Farbe und die Psychologie

Die Farbwahl in unseren Wohn- und Arbeits- räumen ist eine wichtige und sehr persönliche Sache, da sie unser Wohlbefinden positiv oder negativ beeinflussen kann. Farben wirken auf unser Unterbewusstsein und ihre Reize können positive Gefühle wecken (z.B. bei unserer Lieblingsfarbe) oder Abneigung hervorrufen. Allgemein kann man sagen, dass sogenannte „kalte“ Farben wie Blau und Violett als beruhigend und „warme“ Farben wie Rot und Orange als anregend empfunden werden. Individuelle Abweichungen sind möglich, da wir die Wirkung subjektiv empfinden.

 

Rot 
Rot wird als Farbe oft als bedrohlich und agressiv empfunden. Wenn Sie Ihren Raum in Rot-Tönen streichen wollen, ist es daher wichtig zu beachten, dass die Farbe kein allzu grelles Leuchtend-Rot darstellt, sondern eher ein Weinrot mit Brauntönen ist. In einem rot gestrichenen Raum steigt normalerweise der Blutdruck ein wenig an. Menschen mit Bluthochdruck sollten es daher eher vermeiden, ihre Räume in Rottönen zu streichen.

Rosa
Wichtig bei der Auswahl eines Rosa-Tons ist ein großer Anteil verscheidener Weißtöne, da diese verhindern, dass der Rosa-Ton sonst zu kitschig wirkt. Rosa wird von vielen oft als sehr weibliche und beruhigende Farbe empfunden. Daher fühlen sich häufig Männer in rosa gestrichenen Räumen eher unwohl und können sich darin schwer entspannen.

Orange
Orange gestrichene Wände geben uns ein starkes gefühl des Wohlbefindens und der Geborgenheit. Dies hängt teilweise auch damit zusammen, dass Orange als Farbe sowohl den Körper als auch den Geist anspricht.

Gelb
Gelb ist die Farbe der Sonne und vermittelt uns daher ein Gefühl von Optimismus und Lebensfreude. Vor allem goldgelb gestrichene Räume strahlen eine Behaglichkeit und gleichzeitig eine Fröhlichkeit und Unbeschwertheit aus. Zudem sind Gelbtöne anregend für den Geist und fördern daher das Denken.

Blau
Blau ist eine sehr beruhigende Farbe, die trotzdem konzentrationsfördernd wirkt. Pastellblaue Räume vermitteln ein Gefühl der Frische und Leichtigkeit.

Türkis
Türkis wirkt erfrischend und stärkend und vermittelt einen das Gefühl einer gewissen Leichtigkeit. Türkise Räume sind Krafträume, die einem helfen, sein Energiedepot wieder aufzuladen und zudem noch antidepressiv wirken.

Grün
Grün ist dei Farbe der Harmonie und des Gleichgewichtes und wirkt auf unser Auge sehr beruhigend. Zudem wirken sich in Grün-Tönen gehaltene Räume sehr positiv auf die Kreativität aus.

 

Farben und Raumwirkung
Vor allem Weiß, aber auch alle anderen hellen Farben, verbreiten durch Reflexion mehr Licht und lassen einen Raum optisch größer erscheinen. Lichtschluckende, dunkle Farben engen Räume dagegen ein. Darüber hinaus beeinflussen Farben durch ihre Raumwirkung auch die Proportionen und die Optik von Gegenständen.

  • Gelb/Rot/Orange - Warm: Raum wirkt kleiner, Decken niedriger
  • Blau/Grün/Violett - Kalt: Raum weitet sich optisch
  • Weiß - Hell: Gegenstände deutlich hervorgehoben
  • Schwarz -  Dunkel: Gegenstände scharfkonturig

 


Farben und Beleuchtung

Farben wechseln ihre Wirkung bei unterschiedlichen Lichtarten. Vergleicht man zwei Farben bei Sonnenlicht, so können sie gleich aussehen, sich bei Kunstlicht aber sehr deutlich unterscheiden. Auch sorgfältig ausgewählte Farben können bei „falscher“ Beleuchtung ihre Wirkung verlieren. Helle Farben erscheinen bei direktem Sonnenlicht beinahe weiß, dunkle Farben bei schwachem Licht fast schwarz.

Farben sind überall in unserer Umwelt vorhanden, bestimmen ihr Erscheinungsbild und beeinflussen dadurch unsere körperliche und seelische Befindlichkeit. Im Ihrem Wohnbereich haben Sie die einzigartige Möglichkeit, Farben bewusst für Ihr Wohlbefinden einzusetzen. Und zwar auf zweierlei Weise: Zum Einen durch die Auswahl schadstoff-freier und diffusionsoffener Anstriche, die sich positiv auf das Raumklima auswirken, zum Anderen durch die richtige Farbwahl, die Körper und Psyche helfen kann, sich auf unterschiedlichste Aufgaben des Alltags besser einzustimmen.